... und euch die „Lizenz zum Lügen“, so startete Referentin Swenja Sprick von der Bildungsstätte Einschlingen die Fortbildung zum „Umgang mit auffälligem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen“ im 2. Ausbildungsjahr der Fachschule für Sozialpädagogik am Hermann-Gmeiner-Berufskolleg.

Wer denkt, dass Online-Seminare lediglich aus Power-Point-Präsentationen und theoretischem Input bestehen, irrt sich.

In einem Mix aus Selbstlernmodulen, Videokonferenzen im Plenum und Kleingruppen lernten die angehenden Erzieher*innen „kleine“ und „große“ Methoden kennen, die im Umgang mit auffälligen Kindern in der Praxis hilfreich sein können. Kurzerhand wurde mit Hilfe von Stimmungsbarometern die Gefühlslage der Studierenden erfasst oder beim Bingo spielen die Gemeinsamkeiten der Teilnehmer erfasst. Beim Gestalten des „Ich schaff das-Plakat“ erkannten die pädagogischen Fachkräfte wie sie ihre eigenen und die Ziele der Kinder und Jugendlichen erreichen können. Dies geht natürlich nicht ohne Unterstützung. Hilfreich können hier Freunde, Eltern und Lehrer sein oder lieber ein Krafttier? Und wenn das nicht funktioniert, hilft vielleicht der Griff zum Notfallkoffer. Auch Bewegung und Entspannung können in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen.

Weitere wichtige Themenbereiche waren zudem die lösungsorientierte Kommunikation mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern sowie die Entwicklung einer professionellen Haltung. „Du bist nicht anders – Du bist besonders“ – lautete in diesem Zusammenhang das Motto.

Normalerweise findet diese Fortbildung eine Woche in der Bildungsstätte Einschlingen in Bielefeld statt, aber aufgrund der Corona-Pandemie musste auf ein Online-Format umgestellt werden. „Ich bin froh, dass die Bildungsreferentin Daniela Schlindwein und die Referenten so flexibel auf diese Situation reagiert haben und es uns so ermöglichen, diesen Baustein der Ausbildung und damit auch die Qualität der Ausbildung in dieser schwierigen Zeit aufrecht zu erhalten“, freut sich Bildungsgangleiterin Meike Schöps.

Der Meinung waren auch die Studierenden: „vielfältig“ – „anders“ – „spannend“ – „informativ“ – „ideenreich“

Und auch Referentin Swenja Sprick zeigte sich von dem Engagement der Studierenden begeistert. Deswegen gab es zum Schluss auch noch Komplimente „to go“: „Du hast tolle, kompetente Ideen…“; „Es ist schön, dass du da bist…“, „Ich bin…“ und einen bunten Strauß „Lichter“ mit dem Hinweis: „Lasst immer auch ein Licht für euch leuchten!“