Eine fotografische Nachstellung und Neuinterpretation von berühmten Porträts aus der Malerei

Inspiriert von der künstlerischen Welle, die das stürmische Corona-Jahr 2020 in Lockdown-Zeiten vielerorts hervorgerufen hat, wurde auch die IFK0a vom kreativen Wind mitgerissen. 

Das von der Pandemie getrübte Jahr hat so manche künstlerischen und gemeinschaftlichen Aktionen ins Rollen gebracht, angetrieben von der Kunsthalle Bremen. Bei dem Projekt „Und jetzt du!“ rief die Kunsthalle dazu auf, Kunstwerke aus der hauseigenen Sammlung zu Hause nachzustellen. Beflügelt von den sehenswerten Ergebnissen, die dabei entstanden sind, hat sich auch die diesjährige Internationale Förderklasse an die Nachstellung berühmter Porträts aus der Malerei gewagt.

In einer fachübergreifenden Kooperation zwischen dem Kunst- und Deutschunterricht, wurden die von den Schülerinnen und Schülern ausgesuchten Gemälde zunächst detailliert studiert. Dabei wurde nicht nur die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, sondern auch eine künstlerisch-ästhetische Auseinandersetzung mit den Kunstwerken gefördert. Im Anschluss daran wurden die Hintergründe der ausgesuchten Werke von den Schülerinnen und Schülern malerisch erkundet und auf große Formate übertragen. Mit Pinseln und Acrylfarbe ausgestattet, hat die Klasse begeistert die Basis für das anstehende Fotoshooting erstellt. Farbtöne wurden mit viel Liebe zum Detail gemischt, dekorative Verzierungen á la Gustav Klimt gepinselt und das ästhetische Auge geschult.

Auch das Kollegium hat sich begeistert in das Projekt miteingebracht und einen nostalgischen Fundus an Accessoires für das noch anstehende Fotoshooting gesammelt - von exotischen Kunstblumen für die Interpretation Frida Kahlos Selbstporträts bis hin zu extravaganten Kleidern. Um das noch immer präsente Corona-Sujet mit aufzugreifen und zugleich aufzuarbeiten, werden die ausgesuchten Porträts neu interpretiert und an den Pandemie-Alltag angepasst. So ergänzen Masken, Toilettenpapier und Desinfektionsspray die fotografischen Accessoires. Leider hat der noch andauernde Lockdown das Fotoshooting bis aufs Weitere gebremst. Dennoch lässt sich die IFK0a nicht aufhalten und kann es kaum erwarten, wieder künstlerisch aktiv zu werden und – in hoffentlich baldiger Präsenz – das Projekt fertigzustellen und sowohl hinter als auch vor die Kamera zu treten. Bis dahin wartet Mona Lisa noch und lächelt weiterhin geheimnisvoll unter ihrer Maske.